.

31. Annual Congress-Bundestag Seminar

Reisebericht, von Klaus-Jürgen Hedrich, Parlamentarischer Staatssekretär a.D.
und Ursula Mogg, ehemalige Bundestagsabgeordnete


In der Zeit vom 13. - 18. September 2014 haben Klaus-Jürgen Hedrich und Ursula Mogg (VeMdB) an dem jährlichen Treffen von Bundestag und US-Kongress teilgenommen.
Gastgeber war in diesem Jahr Congressman Charlie Dent (PA 15), stellv. Vorsitzender der Congressional Study Group on Germany.

Der traditionelle Start des Programms im Wahlkreis von Charlie Dent führte nach Bethlehem, PA, einem der ersten deutschen Siedlungen in Nordamerika, einer Gründung der Herrnhuther Gemeinde im Jahr 1741. Der Kollege Dent verwies darauf, dass in seiner Familie (Großeltern) noch deutsch gesprochen wurde. Die deutschen Wurzeln wurden im Rahmen eines Rundganges durch die „Altstadt“ sichtbar, ebenso wie bei Dietrich’s Meats, einem traditionellen Produzenten deutscher Wurstprodukte. Eindrucksvoll war zudem das „Transatlantic Town Hall Meeting“ im Muhlenberg College, einem College, dass bis in die sechziger Jahres des vergangenen Jahrhunderts die Kenntnis der deutschen Sprache als Vorraussetzung für die Zulassung zum Studium forderte.

International bekannt wurde Bethlehem durch Bethlehem Steel, größter Stahlproduzent der USA im Zweiten Weltkrieg. Das "tote" Stahlwerk steht heute für die Revitalisierung einer Region. Bei der Entwicklung des Industriegeländes zum Künstler-/Unterhaltungs-Distrikt diente Duisburg in Nordrhein-Westfalen als Vorbild.

Das Seminar war thematisch geprägt von

  • - der Debatte zu TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership)
    - den Fragen von Fracking (Methode zur Förderung von Gas- und Ölvorkommen
    - NSA (Überwachungsmethoden des Auslandsgeheimdienstes der Vereinigten Staaten)
    - Sicherheitspolitischen Fragen (Ukraine, u.a.)


Insbesondere Peer Steinbrück, MdB, Delegationsleiter, verdeutlichte im Gedankenaustausch die deutschen Positionen bzw. die Breite der deutschen Debatte. Betont wurde dabei zum Thema TTIP insbesondere die mangelnde Transparenz. Im Zusammenhang mit Fracking wurde deutlich, dass auf deutscher Seite die kritische Betrachtung überwiegt, während auf amerikanischer Seite die Vorteile in den Vordergrund gestellt werden. Die Fragen rund um NSA bleiben kontrovers. Die amerikanische Seite betont die nationale Sicherheit.
In den Positionen rund um die europäischen/globalen Sicherheitsfragen wurden die übereinstimmenden Linien sichtbar. Insbesondere vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise wird der „pivot to Asia“ von Präsident Obama (Strategiepapier, Jan. 2012) neu interpretiert.

Und noch eine Fußnote: Im Gespräch mit Victoria Nuland, State Department, spielte die Ukraine-Krise eine zentrale Rolle. Wichtig aber war der Assistant Secretary of State for European und Eurasian Affairs auch eine Bitte: Unterstützung für die Weiterführung des Austauschprogramms US-Kongress/Deutscher Bundestag für junge Deutsche und Amerikaner vor dem Hintergrund der laufenden Haushaltsdebatten diesseits und jenseits des Atlantik.

Die Anerkennung für ein hoch interessantes Programm geht an Congressman Charlie Dent und stellvertretend für alle amerikanischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Sabine Schleidt.
Peer Steinbrück sei gedankt für seine souveräne und kollegiale Delegationsleitung; Renee Krebs, Bundestag, für die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung der Reise. Und ein großes Dankeschön geht selbstverständlich auch an die Mitarbeiterinnen der Vereinigung.

 

Reisebericht - Sitzungspause

Sitzungspause vor dem Konferenzhotel "Historic Hotel Bethlehem", Bethlehem, PA. Im Vordergrund beim informellen Gedankenaustausch (v.l.n.r): Die Ehemaligen Ursula Mogg/Klaus-Jürgen Hedrich, Congressman Charlie Dent sowie Delegationsleiter MdB Peer Steinbrück und MdB Wilfried Oellers.

 



Suche

Suche

 

 

Follow Me on Twitter...

 

und auf Facebook
Facebook Button